09/2009

23.09.2009 – Presseinformation – Dokumentation

 

Magna in Graz mit Bespitzelungsvorwürfen konfrontiert:

Minikamera in der Lackiererei entdeckt!

Der Autohersteller Magna, der Opel übernehmen will, ist in Graz mit Bespitzelungsvorwürfen konfrontiert, teilt die Soziale Liste mit. Im Ziffernblatt einer Uhr in der Lackiererei wurde von Arbeitern beim Batteriewechsel eine kleine Kamera entdeckt, die per Funk Bilder aus der Arbeitsstätte gefunkt haben soll. "Die Hintergründe dieses Vorfalls müssen aufgeklärt werden", fordert Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. "Überhaupt", so die Soziale Liste, "ist bisher in Bochum, wo Magna 2.500 Arbeitsplätze vernichten will, recht wenig über Magna und deren Betriebsführung bekannt. Der Vorfall aus dem Grazer Werk macht deutlich, das dies verändert werden muss."

 

Die Soziale Liste dokumentiert:

Pressemitteilung des KPÖ-Landtagsklubs
Graz, 23. September 2009

Magna/Bespitzelung/Menschenrechte/KPÖ/Klimt-Weithaler

KPÖ fordert volle Aufklärung der Bespitzelung von Magna-Arbeitern /LAbg. Klimt-Weithaler: Arbeitende Menschen dürfen nicht zum Objekt von Willkür werden; Forderung von Entschädigung an Mitarbeiter/

Medienberichten zufolge wurde ein einzigartiger Fall von Bespitzelung im Grazer Magna-Werk bekannt. In der Lackierlinie bemerkte ein Arbeiter beim Tausch einer Uhrenbatterie, dass im Ziffernblatt der Uhr eine kleine Kamera versteckt worden war, die vermutlich über Funk Bilder an unbekannte Empfänger übermittelte.

KPÖ-Landtagsabgeordnete Claudia Klimt-Weithaler fordert von allen zuständigen Stellen eine vollständige Aufklärung des Vorfalls. Da die Werksleitung selbst ausgeschlossen hatte, dass es sich um Werksspionage handelt, ist die Möglichkeit nicht auszuschließen, dass es sich um einen Fall von Bespitzelung der Arbeiter handelt.

Klimt-Weithaler: Unabhängig davon, wer die Kamera installiert hat:
Die zunehmende Bespitzelung von arbeitenden Menschen ist ein nicht hinnehmbarer Anschlag auf die Menschenwürde. Solche Praktiken gehören abgestellt. Arbeitende Menschen dürfen nicht zum Objekt von Unternehmerwillkür werden.

Betriebe, die die Würde ihrer Arbeiter und Angestellten verletzen, sollen von öffentlichen Förderungen ausgeschlossen werden und zu Strafzahlungen an ihre Mitarbeiter verpflichtet werden können, fordert die steirische KPÖ. Niederträchtige Spitzelaktionen sollen mit saftigen Strafzahlungen sanktioniert werden , so Klimt-Weithaler.

Rückfragehinweis: LAbg. Klimt-Weithaler, (0316) 877-5102
Landtagsklub der KPÖ Steiermark | Herrengasse 16, 8010 Graz | Tel. (0316) 877-5102, Fax (0316) 877-5108
 

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22.09.2009 – Presseinformation

 

Soziales Gefüge durch Finanznot bedroht!

Soziale Liste unterstützt die „Bochumer Erklärung“

„Das soziale Gefüge in der Stadt ist durch die Finanznot bedroht“ erklärt Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. Deshalb unterstützt die Soziale Liste die „Bochumer Erklärung“ von Sozialverbänden . „Die Feststellung, dass Geld dort eingesetzt werden muss, wo die Menschen leben und arbeiten, wo die Kinder heranwachsen und die Alten und Kranken versorgt werden, muss Richtschnur der Politik von Bundes- und Landesregierungen werden“ fordert Gleising. Ebenso ist auf kommunaler Ebene ist ein Abschied von Prestigeobjekten und unsinnigen Sponsoring notwendig.

Die Mitglieder der Sozialen Liste wollen sich aktiv für die Inhalte und die Verbreitung der Bochumer Erklärung einsetzen. Geplant ist u.a. die Unterstützung der Unterschriftensammlung unter die Erklärung.

Hier geht’s zur Bochumer Erklärung.

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18.09.2009 – Presseinformation

 

Soziale Liste kritisiert:

Stadtwerke wollen Gaspreise nicht senken

Die Soziale Liste kritisiert die mangelnde Bereitschaft der Stadtwerke Bochum, bei anhaltend niedrigem Ölpreis*, die Gaspreise zu senken. Während 250 Versorger in Deutschland zum 1. Oktober die Preise um bis zu 25 % senken, „sei in Bochum nichts weiter geplant“, ließ ein Stadtwerke-Sprecher verlauten.

Die Soziale Liste fordert die Stadtwerke auf, die Gestaltungsspielräume bei der Preisgestaltung, die sich aus dem Einbruch der Rohölpreise ergeben, auszunutzen. Notfalls muss die Oberbürgermeisterin über den Aufsichtsrat der Stadtwerke tätig werden.

Die Hauptaufgabe der Stadtwerke Bochum ist nach wie vor, Energie, Wasser und Dienstleistungen zu fairen und günstigen Preisen zur Verfügung zu stellen. Die derzeitige Preisgestaltung beim Gas trägt dieser Aufgabe nicht genügend Rechnung. Zu befürchten ist die weitere Abwanderung von Kunden zu anderen Anbietern. Beim Strom haben die Stadtwerke Bochum bereits 5 % ihrer Kunden allein 2008 verloren.

„Es darf auch nicht der Eindruck entstehen“, so Ratsfrau Nuray Boyraz von der Sozialen Liste, „dass mit hohen Energiepreisen der Stadtwerke das Haushaltsdefizit verringert werden soll“. Deshalb fordert die Soziale Liste Bochum: Gaspreissenkung jetzt!

* Der Gaspreis ist an den Ölpreis gekoppelt und war die Begründung für drastische Preiserhöhungen, während der fallende Ölpreis bisher nur relativ gering zu Preissenkungen geführt hat.
 

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17.09.2009 – Dokumentiert

 

500.000.000.000 Euro für die Banken:

Die Soziale Liste dokumentiert die Gewinner der Bankenkrise

Unter dem Motto finden heute überall in Deutschland Aktionen, Informationsveranstaltungen und Demonstration statt. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat schon heute die öffentlichen Haushalte ruiniert. Allein für die Bankenrettung hat die Bundesregierung aus CDU und SPD ein 500 Milliarden Euro Rettungspaket geschnürt. „Finanzmarktstabilisierungsfond“ nennt sich das ganz harmlos. 500 Milliarden, die die Schuldenlast des Bundes in astronomische Höhen treibt, die die Menschen unseres Landes in der Zukunft abtragen müssen. Steuererhöhungen, Arbeitslosigkeit, Sozialabbau, etc. sind die Folgen.

Eine der Banken, die den höchsten Anteil am Rettungskuchen erhalten haben, ist die Hypo Real Estate (HRE). Auf insgesamt 87 Milliarden Euro belaufen sich die Beihilfen und Garantien des Bundes, die an dieses Kreditinstitut bisher geflossen sind. Und das ist noch nicht der Endpunkt, weitere 26 Milliarden Euro sind im Gespräch, um die HRE mit „genügend Eigenkapital auszustatten, wie es vor drei Tagen eine Wirtschaftszeitung schrieb.

Mit den Milliarden wollen Steinbrück und Merkel das „System“ retten. Wer mit diesem Geld gerettet wurde, war bisher weitgehend im Dunkel. Vor wenigen Tagen wurde erstmals eine umfangreiche geheime Liste der Gläubiger der Bank Hypo Real Estate (HRE) zum Zeitpunkt der Vereinbarung des „Rettungspaketes“. Diese sogenannten „unbesicherten Gläubiger“, sind mit Hilfe der Staatlichen Kredite der HRE freigekauft worden und somit Begünstigte der „Bankenrettung“. Angeführt wird die Liste von der Unicredit SA, einer Tochter der Hypo Real Estate und der Bayrischen Landesbank mit jeweils mehr als 2 Milliarden Kreditforderungen. Mit mehr als 1,5 Milliarden folgen dahinter die Versicherungsgruppe HUK Coburg und die Deutsche Bank.

Wir dokumentieren die Liste in Auszügen:
Unbesicherte Geldmarktaufnahmen und Schuldscheindarlehen der Hypo-Real-Estate-Gruppe zum Stichtag 26.9.2008 (Laufzeit kürzer als ein Jahr, Angaben in Millionen Euro)
Alle in- und ausländischen Investoren insgesamt 83 410
Davon private deutsche Banken: 12 853
darunter Unicredit SA (Hypo-Vereinsbank) 2 024
Deutsche Post AG, Bonn (Postbank) 976
DZ Bank AG, Frankfurt 471
Deutsche Bank AG, Frankfurt 274
Commerzbank AG, Frankfurt 246
Deutsche Apotheker- und Ärztebank, Düsseldorf 261
Genossenschaftsbanken 1 084
Öffentliche deutsche Banken (ohne Sparkassen) 4 406
darunter BayernLB Holding AG, München 2 125
NRW Bank, Düsseldorf 750
Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt 553
KfW Bankengruppe, Frankfurt 393
Nassauische Sparkasse, Wiesbaden 210
LBBW, Stuttgart 198
Lfa Förderbank Bayern, München 191
HSH Nordbank AG, Hamburg 116
Norddeutsche Landesbank, Hannover 111
Sachsen-Finanzgruppe, Leipzig 40
Sparkassen 1 311
Ausländische Banken 23 348
(s.a. Liste der unbesicherten Einleger der Depfa plc)
Ausländische Notenbanken, multilaterale
Entwicklungsbanken, Zentralregierungen 4 153
Ausländische Sonstige 15 314
Deutsche Versicherungen und Pensionskassen 10 498
darunter HUK Coburg 1 486
Allianz SE, München (inklusive Dresdner Bank) 833
Vereinigte Hannoversche Versicherung, Hannover 422
HDI Haftpflichtverband, Hannover 275
Debeka Koblenz 237
Münchener Rück AG, München 234
AXA SA, Paris 138
Alte Leipziger LV und Hallesche KV 2
Deutsche öffentliche Stellen 8 2
darunter Bayerische Versorgungskammern (BVK) 555
Freistaat Sachsen 500
Stadt München 418
Land Baden-Württemberg 400
Land Niedersachsen 400
Land Berlin 288
Landschaftsverband Westfalen-Lippe 236
Verwaltungsberufsgenossenschaft Hamburg 226
Evangelische Kirche 202
Schleswig-Holstein 200
Katholische Kirche 190
Berufsgenossenschaft Chemische Industrie 168
Westdeutscher Rundfunk 147
Rheinische Zusatzversorgungskasse 135
Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder 130
Treuhandstelle für Bergmannswohnstätten 130
Versorgungseinricht. d. Ärztekammer Sch.-Holst. 120
Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung 113
Stadt Hamburg 80
Landschaftsverband Westfalen-Lippe 80
Landesärztekammer Hessen Versorgungswerk 80
Versorgungswerk der Architektenkammer NRW 75
Versorgungsverband der bayerischen Gemeinden 75
Bayerischer Rundfunk 69
Kassenärztliche Vereinigung Bayern 62
Kommunaler Versorgungsverband B.-Württemberg 45
Stadt Frankfurt am Main 35
Landkreis Karlsruhe 9
andere deutsche Einleger 2 238

Inhaber unbesicherter Schuldverschreibungen der HRE-Gruppe zum 26. September 2008 („Medium Term Notes“, 2–10 Jahre Laufzeit, Angaben in Millionen Euro)
Deutsche Bank, London, Frankfurt, Zürich 1 541
Barclays Bank, London 815
Unicredit, Hypo-Vereinsbank, Zürich, München 707
ABN Amro, Zürich 616
J. P. Morgan Chase Bank, London 511
Credit Suisse, London, Zürich 188
Hongkong Schanghai Banking Corp., HSBC, London 71
Banco Bilbao Vizcaya 37
Zürcher Kantonalbank 31
Meinl Bank, Wien 5
Hinzu kommt eine Liste unbesicherter Gläubiger der HRE-Tochterbank Depfa, Dublin:

Hypo Real Estate Bank Aktiengesellschaft – 3.000.000.000
The Norinchukin Bank – 2.577.319.588
Dreyfus Corporation – CASH ADVANTAGE FUND – 1.664.264.635
Fannie Mae – 1.441.218.859
The Dreyfus Corporation – Cash Management – 1.132.950.634
Bank of America Securities Ltd San Franciseo Branch – 1.127.513.554
Bayerische Landesbank – 952.777.004
Swedish National Debt Office – 896.026.239
Royal Bank of Scotland pic, London Branch – 816.154.452
Bank of Japan – 773.195.876
Citigroup Global Markets Inc. – 747.750.326
Banco dei Tesoro – 747.010.867
Dresdner Bank AG Agency Lending – 710.000.000
Resona Bank, Limited. – 644.329.897
Federal Home Loan Bank Atlanta – 617.665.225
Merrill Lynch Capital Services Inc. – 617.665.225
UBS LTD – 534.652.922
Shinkin Central Bank – 515.463.918
YUCHO GINKO – 515.463.918
CDC Fond 611 – 500.000.000
ICAP CORPORATES – 480.406.286
Citibank NA, London Branch – 477.576.227
Saudi Arabian Monetary Agency – 469.409.974
Swedbank – 449.874.161
Barclays Bank plc – 432.705.667
The Dreyfus Corporation – Universal Liquidity Plus – 411.776.817
Western Asset Management – 2080 – 411.776.817
Reserve Management Corporation – Primary Fund – 411.776.817
KfW Bankengruppe – 392.693.020
Merrill Lynch International – 371.573.674
Banco Central de Chile – 366.161.277
Bank of America, NA, London Branch – 344.243.323
Nationwide Building Society – 340.909.091
Hypo Real Estate Bank International AG – 320.000.000
Tokio Marine & Nichido Fire Insurance Co., Ltd. – 302.835.052
Bank of Montreal Dublin – 301.171.717
Tradition (North America) Inc – 300.597.076
Federal Home Loan Bank Topeka – 274.517.878
Dreyfus Corporation – Bony Hamilton Fund – 274.517.878
Western Asset Management – 2368 – 274.517.878
Federated Investment Mgt. Prime Cash obligations – 266.282.342
Jp Morgan Chase – Securities Lending Assei Management UK – 262.258.939
Freistaat Sachsen – 250.000.000
Landwirtschaftliche Rentenbank – 250.000.000
Argenta Belgie 235.000.000
Bank for International Settlements – 232.990.138
StateTreasury, Minjstry of Finance of the Republic of Estonia – 227.525.469
Barclays Bank (Suisse) SA – 225.359.141
Standard Life Investments AC – GM – 214.646.465
BANCO CENTRAL OE BOLIVIA – 212.751.355
Dreyfus Corporation – GENERAL MONEY MARKET – 207.082.561
Federal Home Loan Bank of Des Moines – 205.888.408
Land Baden-Würtemberg – 200.000.000
Land Niedersachsen – 200.000.000
NRW.BANK – 200.000.000
Standard Life Corporate Sterling – 196.969.697
Shinsei Bank, Ltd. – 193.298.969
Morgan Stanley & Co. International pic – 190.000.000
Lloyds Bank Geneva – 185.573.647
Instituto de Credito Oficial ICO – 181.565.657
Lehmann Brothers International Europe – 181.031.313
Banco Central de Venezuela – 171.573.674
Wachovia Bank International Dublin IFSC – 171.573.674
Deutsche Bank Ag, London Branch – 169.360.157
Bank of Cyprus Limited – 164.764.302
Caixa d’Estalvis de Catalunya – 160.000.000
CENTRAL BANK OF THE DOMINICAN REPUBLIC – 159.230.688
AIG GLOBAL INVESTMENT CORP A/C PREMGTD – 156.982.323
Commerzbank AG – 156.000.000
Bank Morgan Stanley AG – 154.681.149
HPC Paris – 152.000.000
Resolution Sterling Liquidity Fund – 151.515.152
Deutsche Bahn Aktiengesellschaft – 150.000.000
IM Aviation Finance Ltd – 145.874.919
Federated Prime Cash Series (2297) – 144.121.886
Goldman Sachs International London – 139.676.768
Western Asset Management – 2079 – 137.258.939
Credit Agricole Asset Management Treso 3 Mois – 135.000.000
Kommunekredit – 133.540.000
Narodowy Bank Polski – 130.684.637
Danmarks Nationalbank – 130.000.000
Sony Bank lncorporated – 128.865.979
Standard Life Investments (Global Liquidity Fund) – 126.650.737
Blackrock Investment Managers – LILS – 126.262.626
DZ Bank AG Dtsch. Zentral-Genossenschaftsb., London Branch – 126.262.626
Insight Investment – Insight Liquidity Fund – 126.262.626
Monetary Authority of Macau – 124.595.075
Lombard Odler & Cie – 121.798.298
Bayerische Landesbank London – 119.949.495
Bundesagentur fuer Arbeit Vermoegensreferat – 118.000.000
Sompo Japan Insurance Inc. – 115.979.381
Landesbank Baden-Würtemberg, London Branch – 115.906.248
Clariden LEU – 113.996.558
Bangladesh Bank – 107.416.333
National Bank of Moldova (Banca Nationala a Moldovei) – 105.598.125
HSBC Euro Liquidity Fund – 105.000.000
H&M Hennes & Mauritz GBC AB – 104.865.772
Ueda Yagi Tanshl Company Ud. – 103.092.784
FEDERATED INVESTORS – Prime Value Obligation Fund – 102.944.204
GS INTERNATIONAL – 101.635.992
Bank Al-Maghrib – 100.000.000
Credit Agricole Asset Management MONE J – 100.000.000
DZ Bank AG – 100.000.000
Irish Nationwide Building Society – 100.000.000
Land Berlin – 100.000.000
Macif Gestion – Assurance Dommages – 100.000.000
 

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15.09.2009 – Presseinformation

 

„Wir zahlen nicht für Eure Krise“

Soziale Liste beteiligt sich am Aktionstag

Die Soziale Liste Bochum beteiligt sich mit einem Informationsstand am bundesweiten Aktionstag am 17. September gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die große Mehrheit der Bevölkerung. Der Tag steht unter dem Motto: „Wir zahlen nicht für Eure Krise“.

Der Infostand wird Donnerstag, 17. 9. in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr, auf dem Husemannplatz stattfinden. Neben Flugblättern und Infoschriften ist auch eine Dokumentation mit der Liste der Begünstigten der Rettung der Bank Hypo Real Estate erhältlich, die erst vor drei Tagen bekannt wurde.

Außerdem besteht am Infostand der Sozialen Liste die Möglichkeit zur Unterzeichnung der Petition an den Deutschen Bundestag, die Sanktionen bei Hartz IV zu beenden und den Sanktionsparagrafen 31 SGB II ersatzlos zu streichen.
 

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10.09.2009 – Presseinformation

 

Solidarität mit der Opel-Belegschaft:

Höchste Gefahr für den Bestand der Bochumer
Opel-Werke

Die Ratsmitglieder, Bezirksvertreter und Mitglieder der Sozialen Liste Bochum erklären sich mit den Opel-Beschäftigten solidarisch. Der von General Motors vor wenigen Stunden bekanntgegebene Verkauf der Aktienmehrheit von Opel an den Autozulieferer Magna und dessen russischen Partner Sberbank wird für die Belegschaften keines der gravierenden Probleme lösen. Magna hat im Gegenteil einen drastischen Arbeitsplatzabbau angekündigt. Höchste Gefahr besteht für das Bochumer Opel-Werk. Nach ursprünglichen Schließungsabsichten hat Magna angekündigt in Bochum nur ca. 160.000 Zafira bauen zu wollen. 2 – 3000 Arbeitsplätze sollen vernichtet werden. Eine längerfristige Perspektive für das Bochumer Werk liegt nicht vor.

Sowohl General Motors als auch Magna geht es offensichtlich darum, sich kurz vor der Bundestagswahl, möglichst viele Milliarden Steuergelder zu sichern. „Arbeitsplatzabbau und Werksschließungen mit Hilfe von öffentlichen Geldern darf es nicht geben“, fordert Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste

„Statt die Bochumer Opel-Betriebsstätte mit einem drastischen Arbeitsplatzabbau in Frage zu stellen, muss der Bestand durch die Entwicklung von umweltverträglichen, ökonomisch sinnvollen und zukunftsträchtigen Produkten gesichert werden“, äußert sich Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste.

Wenn die öffentliche Hand Geld gibt, muss dies auch zur Mitbestimmung beim Opel-Konzern führen. Auch die Belegschaften müssen ein größeres und bestimmendes Mitspracherecht erhalten. Der Rat der Stadt Bochum hat in seiner Sitzung im Oktober 2004 in einer Resolution zu Opel auf den Sozialpflichtigkeitsartikel des Eigentums im Grundgesetz hingewiesen. Dies ist auch heute richtig. Im Grundgesetz der Bundesrepublik steht nicht, dass alle Macht vom Kapital ausgeht, vielmehr besteht der Verfassungsauftrag darin; „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ (Art. 20). Außerdem ist in Art. 14 GG bestimmt, dass „Eigentum verpflichtet, sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. Auch eine Enteignung und Sozialisierung ist nach dem Grundgesetz möglich.

Die Soziale Liste Bochum ruft zur Solidarität mit den Opel-Beschäftigten auf. Die Arbeitsplätze und Standorte müssen erhalten werden. Dafür gilt es zu kämpfen.
 

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09.09.2009 – Presseinformation

 

Kontroverse im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft

Verwaltung stoppt Reisemobilstellplatz am Rande des Kirmesplatzes

„Für eine beabsichtigte Vermarktung des Kirmesplatzes hat die Verwaltung der Stadt Bochum den seit Monaten geplanten Bau eines Reisemobilstellplatzes gekippt“, das, so Günter Gleising von der Soziale Liste im Rat, wurde auf der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Grundstücke deutlich. Die Soziale Liste bewertet den gesamten Vorgang als skandalös. Sowohl der Umgang der Verwaltung mit einem Bürgerantrag, als auch mit dem AWG-Ausschuss ist so nicht akzeptabel.

Angeregt von einem Bürgerantrag, der bereits 2005 gestellt wurde, diskutierte der Ausschuss mehrfach verschiedene Realisierungsmöglichkeiten. Nach zahlreichen Rückfragen an die Verwaltung wurden eine Auswahl von möglichen Stellplätzen erarbeitet und die Übereinkunft erzielt, am Rande des Platzes an der Castroperstraße einen Reisemobilstellplatz zu schaffen. In Beantwortung einer Anfrage der Sozialen Liste zu Planungen für den Kirmes- und Veranstaltungsplatz bestätigte die Verwaltung noch im Mai 2009 „für eine ca. 2000 qm große Teilfläche im hinteren Bereich des Geländes“ einen Reismobilstellplatz zu planen.*

Auf Nachfrage von Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste, in der gestrigen Sitzung des AWG-Ausschuss, teilte die Verwaltung mit, dass der Platz an der Castroper Straße jetzt anders vermarktet werden soll. Ein Reisemobilstellplatz soll jetzt nach dem „Modell Gelsenkirchen“ als kommerzieller Stellplatz mit Gastronomie geschaffen werden. Als mögliche Standorte sind Flächen an der Hiltroper Straße und der Bochumer Reiterschaft im Gespräch,

Die Darstellungen von Stadtdirektor Aschenbrenner führten im Ausschuss zu einer offenen Kontroverse, weil einige Mitglieder die Umgehung des Ausschusses bei der Änderung der Planungen kritisierten. Im Ausschuss wurde auch bekannt, dass die Anregung für die Planungsänderungen in einer Sitzung der CDU-Fraktion unter Teilnahme von Stadtdirektor Aschenbrenner und dem Betreiber des Gelsenkirchner Wohnmobilstellplatzes erfolgt sein soll.

Dieser Hintergrund veranlasst die Soziale Liste zu der Frage, wer in Bochum eigentlich die politische Macht ausübt, die gewählten Ratsvertreter oder die Hauptverwaltungsbeamten?


* Anfrage der Sozialen Liste zum Kirmes- und Veranstaltungsplatz,
Vorlage Nr. 20090964 zur Ratssitzung am 07.05.2009.
 

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02.09.2009 – Presseinformation

 

Ko-Wahl09-WAZ2009-09-02

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