Archivmeldungen 01/2006

27.01.2006 – Pressemitteilung

 

Nach RuhrCongress-Ankauf weitere Prestigeobjekte geplant

„Die Ratsabstimmung zum RuhrCongress machte deutlich, das wir eine Renaissance des `Bochumer Modells` der offenen Zusammenarbeit von SPD und CDU erleben. Folgerichtig erinnerte CDU-Fraktionssprecher Mitschke in der Debatte auch an die Zeiten, als der CDU nicht nur Aufsichtsratsmandate, sondern auch Dezernenten zugestanden wurden“, kommentiert Jürgen Bargmann, Vorsitzender der Sozialen Liste Bochum die gestrige Debatte zum Kauf des RuhrCongresses. „Möglicherweise ist auch das Ende von Rot/Grün im Rat eine Option für die Politik im Bochumer Rathaus um weitere Groß- und Prestigeobjekte durchzusetzen“, so Bargmann.
Nach dem Ratsbeschluss zum Ankauf des RuhrCongresses befürchtet Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste, die Realisierung weiterer Prestigeobjekte in Bochum. So das Konzerthaus, für das z. Z. eine Planung für den ersten Bauabschnitt erarbeitet wird, oder der „Stadtturm Bochum“, ein 30stöckiges Hochhaus am Hauptbahnhof, für das die städtische EGR „einen finanzstarken Investor“ sucht.
Angesichts der Kürzungsliste im sozialen Bereich, der 1.400 Aufforderungen zur Mietsenkung durch die ARGE, der wachsenden Armut und der anhaltend prekären Finanzlage der Stadt Bochum ist ein Festhalten an diesen Prestigeobjekten nicht länger zu verantworten.

Anfrage zu Gesundheitsuntersuchung von Einschulkindern

Im August und September hat das Landesumweltamt die 360 Einschulkinder im Stadtteil Stahlhausen auf gesundheitliche Auswirkungen der Chrom- und Nickelwerte im Feinstaub untersucht und entsprechende Tests durchgeführt. Das Institut für Umweltmedizin und Hygiene der RUB hat die Auswertung übernommen. „Die Verwaltung wird auf eine möglichst zeitnahe Information hinwirken“, hieß es in der Antwort auf eine Anfrage der Sozialen Liste Bochum, die Mitte September 2005 im Rat beantwortet wurde.
Jetzt, vier Monate später, fragte Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste nochmals nach den Ergebnissen. Da eine mündliche Beantwortung in der Ratssitzung am 26. Januar nicht möglich war, soll sie schriftlich erfolgen.

Demokratischer Neubeginn vor 60 Jahren

Die Soziale Liste Bochum erinnert daran, dass vor 60 Jahren am 28. Januar 1946 im Bochumer Parkhaus die erste Sitzung des von der britischen Besatzungsmacht ernannten Stadtrates nach der Befreiung von Faschismus und Krieg stattfand.
 

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25.01.2006 – Pressemitteilung

 

1400 Aufforderungen zur Senkung der Mietkosten

Preiswerter Wohnraum gar nicht vorhanden

1400 Hartz IV-Haushalte sollen in Bochum ihre Mieten senken, oder umziehen. „Das übertrifft unsere schlimmsten Erwartungen“, so kommentierte Nuray Boyraz von der Sozialen Liste Bochum eine entsprechende Mitteilung der Geschäftsführerin der ARGE-Bochum, Susanne Schomburg, in der Sitzung des Sozialausschusses am 25. Januar. Das Problem ist vor allem, dass dieser preiswerte Wohnraum in Bochum nach dem Wohnungsbericht gar nicht vorhanden ist. „Außerdem, so Boyraz werde die Tendenz zur Bildung von „sozialen Brennpunkten“, der im Sozialbericht beklagt wird, weiter gefördert.“ Die Soziale Liste Bochum kritisiert auch, dass in der Sitzung des Sozial-ausschusses Bürgern ein beantragtes Rederecht nicht eingeräumt wurde.
 

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25.01.2006 – Pressemitteilung

 

Ratssitzung am 26. Januar:

Rat der Stadt Bochum will den Kauf des RuhrCongress beschließen

Die Soziale Liste Bochum ruft die Bürger der Stadt auf, am kommenden Donnerstag, dem 26. 1. 2006, das demokratisches Recht auf Information wahrzunehmen und möglichst zahlreich an der Ratssitzung um 15. 00 Uhr teilzunehmen.

Auf der Tagesordnung der 13. Sitzung des Rates der Stadt Bochum steht auch der Ankauf des RuhrCongresses, der in den letzten Monaten und Wochen zu vielfältigen Diskussionen geführt hat. „Der Ankauf des RuhrCongress Bochum zum 01. 01. 2008 wird beschlossen. Einzelheiten werden im nichtöffentlichen Teil festgelegt“, lautete der schlichte Text der bedeutungsvollen Beschluss-vorlage, über die der Rat der Stadt Bochum am abstimmen soll.
 

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20.01.2006 – Pressemitteilung

 

Für den Erhalt der Lehrwerkstatt bei Opel

„Die Soziale Liste Bochum unterstützt den Kampf der Opel-Beschäftigten um den Erhalt der Arbeitsplätze und die Lehrwerkstatt. Es darf keinen weiteren Einsatz von Leiharbeitsfirmen geben“, erklärt Günter Gleising Ratsmitglied der Sozialen Liste Bochum.
Gleising überbrachte heute morgen der Gruppe von IG-Metall-Vertrauensleuten, Opel-Beschäftigten und Auszubildenden, die vor Tor 10 in Langendreer eine Mahnwache durchführen, solidarische Grüße. Betroffene informierten ihn über die Situation der Auszubildenden und wiesen auf den großen Widerspruch von Belegschaftsabbau und vorhandener Arbeit hin.
Die Opel-Kolleginnen und Kollegen informierten über Pläne, die gesamte Lehrwerkstatt an die Leiharbeitsfirma Randstad auszulagern.
Die Soziale Liste Bochum verweist auf die gesetzliche Verpflichtung, nachdem Eigentum auch dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll. Die ist bei Opel jedoch nicht mehr zu erkennen, wie der Arbeitsplatzabbau, der gleichzeitige Einsatz von Zeitarbeitsfirmen und die Pläne zur Aufgabe der Lehrwerkstatt zeigen. Auch zahlt Opel schon seit Jahren keine Gewerbesteuer mehr an die Stadt.
 

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18.01.2006 – Pressemitteilung

 

Auch nach Stellungnahme der Verwaltung:

Offene Fragen zur Deponie

In Günnigfeld werden zahlreiche giftige Abfälle deponiert

Zur Wiederinbetriebnahme der ehemaligen Thyssen-Deponie in Wattenscheid-Günnigfeldliegt jetzt die Antwort der Verwaltung zu zahlreichen Anfragen in der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und öffentliche Einrichtungen vor. Zu insgesamt 15 Antworten hat das Umweltamt die Fragen zusammengefasst
Aus Sicht der Sozialen Liste bleiben zahlreiche Fragen offen. So Fragen der Kontrollen des Müllbetriebes durch staatliche Stellen, der Vielzahl der giftigen Stoffe die in Watten-scheid-Günnigfeld entsorgt werden können und dem Schutz der Anwohner vor Staub und Lärm.
Auf besondere Kritik der Sozialen Liste stößt vor allem auch die drohende Verlängerung des Deponiebetriebes über das Jahr 2009 hinaus, die die Bezirksregierung dem Betreiber in Aussicht gestellt hat.
Die Soziale Liste unterstützt den Protest der Bürger in Günnigfeld.
 

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17.01.2006 – Pressemitteilung

 

Steueraufkommen der Stadt erhöht sich:

Im Vergleich zu 2003 über 32 Millionen Mehreinnahmen

Soziale Liste tritt für höhere Gewerbesteuer ein

Die Soziale Liste Bochum weist darauf hin, dass sich die Einnahmen der Stadt Bochum aus Steuern deutlich erhöht haben. So geht die Stadt Bochum im Entwurf des Haushaltsplanes 2006 von steuerlichen Mehreinnahmen im Vergleich zu 2003 von 32,5 Mio Euro aus. Vor allem der Anstieg des Gewerbesteueraufkommens trägt zu den Mehreinnahmen der Stadt Bochum bei. Betrug der Umfang der Gewerbesteuer im Jahr 2003 nur 107 Mio Euro geht die Stadt Bochum für das Jahr 2006 von 145 Mio Euro Gewerbesteueraufkommen aus. Im Haushaltsentwurf für das Jahr 2006 sind Mehreinnahmen von 25 Mio Euro bei der Gewerbesteuer eingeplant.*
„Der Erhalt und Ausbau der Gewerbesteuer ist ein Rückrat der kommunalen Finanzen“, so Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste. „Deshalb treten wir für eine moderate Erhöhung der Gewerbesteuer von 450,0 v. H. auf 475,0 v. H. ein und werden dies auch in die Haushaltsberatungen einbringen.“ Dies ist notwendig, aber auch möglich, weil der Gewerbesteuerhebesatz seit Jahren unverändert ist, die Stadt aber viel für Unternehmer und Betriebe, deren Umfeld und die Infrastruktur getan hat. Im gleichen Zeitraum wurden den Bürgern stetige Gebührenerhöhungen und neue Belastungen zugemutet. Die Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer können der Stadt Bochum wieder mehr Handlungs- und Gestaltungsspielraum ermöglichen.
Die Soziale Liste fordert, dass aus den steuerlichen Mehreinnahmen der Stadt Bochum keine weiteren Prestigeobjekte finanziert werden und spricht sich auch gegen den Kauf des RuhrCongresses aus.
Stattdessen, so die Soziale Liste Bochum, soll aus den höheren Steuereinnahmen ein Investitions- und Beschäftigungsprogramm geplant und finanziert werden. Erste Bausteine, die schon 2006 angegangen werden sollen, sind die Verbesserung des Personen-Nahverkehrs (u. a. Schaffung von Straßenbahnanschlüssen), Gründung einer kommunalen Beschäftigungsgesellschaft als Alternative zu Ein-Euro-Jobs und Investitionen im Bereich Bauwerke und Gebäude der Stadt (Schulen, Brücken, Straßen).
*Zum Vergleich: Das umstrittene Cross-Border-Leasing-Geschäft hatte ein Volumen von 20 Millionen Euro.
 

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13.01.2006 – Pressemitteilung

 

Antwort auf Fragen der Sozialen Liste im Rat zu Ein-Euro-Jobs:

2.249 Teilnehmer, 27 Träger und 39 “Vermittlungen”

In der Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2005 wurden von der ARGE Bochum 1.579 Plätze für Ein-Euro-Jobs bei 27 Trägern bewilligt. Insgesamt 2.249 Menschen übten in dieser Zeit einen Ein-Euro-Job aus. Von diesen Teilnehmern wurden insgesamt 39 in ein Arbeitsverhältnis vermittelt, wobei der ARGE noch nicht bekannt ist, bei wie vielen es sich davon tatsächlich um „sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse“ handelt. Diese Informationen teilte jetzt die Verwaltung der Stadt Bochum, in Zusammenarbeit mit der ARGE Bochum, der Sozialen Liste im Rat auf eine umfangreiche Anfrage im Rat vom 27. Oktober 2005 mit.

Ein großer Teil der Ein-Euro-Jobs wurde von den kirchlichen Trägern Caritas Wattenscheid, Diakonisches Werk, Ev. Johanniswerk, Caritas Bochum geschaffen. Über Tochter-gesellschaften sind auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Arbeiterwohlfahrt an den Ein-Euro-Jobs beteiligt.

Deutlich ausgeweitet hat die Stadt Bochum ihren Anteil an den Ein-Euro-Jobs. Neben den Alten- und Pflegeheimen (35 Stellen) und im Grünflächenamt (19 Stellen) hat sie nun auch Stellen für Ein-Euro-Jobber im Stadtarchiv, dem Museum, der Sternwarte, der Musikschule, dem Schulverwaltungsamt und dem Jugendbüro/Kinderbüro geschaffen.

Besonders umstritten ist der Einsatz von Ein-Euro-Jobbern zur Sanierung des „Kolosseums“ auf dem Krupp-Gelände an der Alleestraße. Dieser Einsatz steht besonders im Verdacht, Arbeitsplätze in der Bauindustrie durch Ein-Euro-Jobs zu ersetzen.

Die Soziale Liste Bochum, die im Rat der Stadt Bochum gegen die Umsetzung von Hartz IV gestimmt hat, erneuert ihre Kritik an den Ein-Euro-Jobs, die durch die Praxis in Bochum bestätigt wird. Die Soziale Liste Bochum unterstützt auch die Kritik der GEW und des DGB, der von einem Drehtüreneffekt gesprochen hat, weil nach Ende der Maßnahmen, die viel Geld verschlingen, die Menschen wieder ohne Arbeit da stehen und kaum tarifliche Dauerarbeitsplätze entstehen. Die Soziale Liste Bochum kritisiert auch, dass die Praxis der Ein-Euro-Jobs dazu geführt hat, dass offensichtlich ein ganz neuer Wirtschaftszweig mit öffentlichen Mitteln entstanden ist. Wir finden es befremdlich, dass kirchliche Wohlfahrtsverbände sich ebenso an dem Ein-Euro-Job-Wesen beteiligen, wie die Grüne Schule, die Arbeiterwohlfahrt oder die grieseler GmbH.

„Vor allem die geringe Vermittlungsquote von Ein-Euro-Jobbern in reguläre Arbeitsverhältnis zeigt erneut das Scheitern von Hartz IV“, so Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste.
 

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11.01.2006 – Pressemitteilung

 

Soziale Liste fordert von Stadtwerken Transparenz bei Gaspreisen:

1200 Protest-Unterschriften übergeben

Bei Aktionen, der Montagsdemo und an Informationsständen hat die Soziale Liste Bochum über 1200 Protest-Unterschriften für die Rücknahme der Gaspreiserhöhung von Bochumer Bürgern gesammelt. Vertreter der Organisation haben am Mittwoch, dem 11. Januar, diese Unterschriften im Stadtwerke-Haus übergeben.
Der Hauptabteilungsleiter für die Unternehmensentwicklung der Stadtwerke, Herr Thiel,der die Unterschriften entgegennahm, erklärte, dass sich der kommunale Versorger der Ernsthaftigkeit der Situation bewusst ist und berichtete von vielen empörten Anrufen und Briefen von Bochumer Bürgern. Die Stadtwerke, so Thiel, sind nicht direkt verantwortlich für die Gaspreise, wollen aber nach Alternativen suchen, um günstigere Preise anbieten zu können.
Die Vertreter der Sozialen Liste, Nuray Boyraz, Jürgen Bargmann und Christoph Nitsch, kritisierten die gegenwärtigen Preispolitik der Energieversorger und –lieferanten und forderten Transparenz der Stadtwerke bei der Preisgestaltung.
Die Soziale Liste Bochum wird weiterhin für bürgerfreundlichere Energiepreise aktiv eintreten. So wird die Aufgabe der Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis gefordert. Die Monopolstellung der Energiekonzerne soll durch Entflechtung entsprechend Artikel 14 des Grundgesetzes und Artikel 27 der Landesverfassung von NRW aufgehoben werden.
 

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07.01.2006 – Pressemitteilung

 

Mehr für Kinder und Familien tun – Beschäftigungsgesellschaft statt Ein-Euro-Jobs
Stopp für Prestige-Objekte gefordert – Ausstieg aus RC

Neujahrsempfang der Sozialen Liste Bochum

Einen „geordneten Rückzug“ aus dem Projekt RuhrCongress, keinen Bau eines Konzerthauses und keinen Stadtturm am Hauptbahnhof, aber den Erhalt und den Ausbau der Jahrhunderthalle hat der Sprecher der Ratsgruppe der Sozialen Liste Bochum, Günter Gleising, auf dem Neujahrsempfang der Organisation gefordert. Er nahm damit auch Stellung zur dem geplanten Kauf des RuhrCongresses durch die Stadt Bochum.
Die Soziale Liste Bochum fordert eine Umkehr in der Wirtschaftsförderung und die Abkehr von den Prestigeobjekten. „Statt neue Leuchttürme zu bauen, müssen wir eine lebenswerte Stadt für alle Bürger, vor allem aber für Familien, Kinder und Jugendliche schaffen. „Das wäre die richtige Konsequenz aus der Bevölkerungsprognose und dem Sozialbericht der Stadt Bochum“, so Günter Gleising.
Um die Zukunftsaufgaben zu meistern, brauchen wir „neue Ansätze in der Kommunalpolitik“, so die Soziale Liste. Dabei muss von den Rahmenbedingungen einer hohen Arbeitslosigkeit ausgegangen werden, die durch Hartz IV noch verstärkt wird. Dem sollen eine „kommunale Beschäftigungsgesellschaft“ und ein „Bochumer Kreativhaus“ entgegenwirken. Vor allem die kommunale Beschäftigungsgesellschaft soll für Beschäftigung sorgen und nicht für miese Ein-Euro-Jobs.
Mit ihrer Arbeit im Rat, den Ausschüssen und Bezirken ist die Soziale Liste durchaus zufrieden. So sind insgesamt 18 Anträge, 23 Anfragen und über 25 Redebeiträge von der Sozialen Liste eingebracht worden. Mit einigen Initiativen konnte die Organisation Erfolge oder Teilerfolge erzielen, vom Bochum-Pass bis hin zur Reduzierung der Erhöhung der Bäderpreise. Über eine besonderen Erfolg berichtete Jürgen Schade, Bezirksvertreter von Südwest, mit dem Antrag zur Sanierung der Pontonbrücke in Dahlhausen, die inzwischen angelaufen ist.
Von einem großen Zulauf an den Informationsständen im Herbst des Jahres informierte Jürgen Bargmann, Vorsitzender der Sozialen Liste. „Dicht umlagert“ waren vor allem die Stände zu den Gaspreisen, dem Müllzentrum in Gerthe und zum Gertrudiscenter in Wattenscheid. „Wir haben damit nach den Mühen der Gebirge die Beschwerden der Ebene gemeistert“, so Jürgen Bargmann. „Zukünftig wollen wir weiter gegen den geplanten Golfplatz in Werne, aber auch gegen die Pläne von Opel zur Ausgliederung von Belegschaftsteilen und der Ruhrkohle zur „Kommunalisierung der Altlasten des Bergbaus und Privatisierung der Gewinne durch den Börsengang“ aktiv werden.
Außerdem will sich die Soziale Liste Bochum aktiv in die Haushaltsdebatte und die Umstellung auf das „Neue Kommunale Finanzmanagement“ einbringen und plant die Durchführung von Veranstaltungen zur „Zukunft von Bochum und Wattenscheid“ und zur Verbindung von Kommunalpolitik und Gewerkschaftsarbeit.
 

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07.01.2006 – Presseinformation

 

Mehr für Kinder und Familien tun – Beschäftigungsgesellschaft statt Ein-Euro-Jobs

Stopp für Prestige-Objekte gefordert – Ausstieg aus RC

Neujahrsempfang der Sozialen Liste Bochum

Einen „geordneten Rückzug“ aus dem Projekt RuhrCongress, keinen Bau eines Konzerthauses und keinen Stadtturm am Hauptbahnhof, aber den Erhalt und den Ausbau der Jahrhunderthalle hat der Sprecher der Ratsgruppe der Sozialen Liste Bochum, Günter Gleising, auf dem Neujahrsempfang der Organisation gefordert. Er nahm damit auch Stellung zur dem geplanten Kauf des RuhrCongresses durch die Stadt Bochum.

Die Soziale Liste Bochum fordert eine Umkehr in der Wirtschaftsförderung und die Abkehr von den Prestigeobjekten. „Statt neue Leuchttürme zu bauen, müssen wir eine lebenswerte Stadt für alle Bürger, vor allem aber für Familien, Kinder und Jugendliche schaffen. „Das wäre die richtige Konsequenz aus der Bevölkerungsprognose und dem Sozialbericht der Stadt Bochum“, so Günter Gleising.

Um die Zukunftsaufgaben zu meistern, brauchen wir „neue Ansätze in der Kommunalpolitik“, so die Soziale Liste. Dabei muss von den Rahmenbedingungen einer hohen Arbeitslosigkeit ausgegangen werden, die durch Hartz IV noch verstärkt wird. Dem sollen eine „kommunale Beschäftigungsgesellschaft“ und ein „Bochumer Kreativhaus“ entgegenwirken. Vor allem die kommunale Beschäftigungsgesellschaft soll für Beschäftigung sorgen und nicht für miese Ein-Euro-Jobs.

Mit ihrer Arbeit im Rat, den Ausschüssen und Bezirken ist die Soziale Liste durchaus zufrieden. So sind insgesamt 18 Anträge, 23 Anfragen und über 25 Redebeiträge von der Sozialen Liste eingebracht worden. Mit einigen Initiativen konnte die Organisation Erfolge oder Teilerfolge erzielen, vom Bochum-Pass bis hin zur Reduzierung der Erhöhung der Bäderpreise. Über eine besonderen Erfolg berichtete Jürgen Schade, Bezirksvertreter von Südwest, mit dem Antrag zur Sanierung der Pontonbrücke in Dahlhausen, die inzwischen angelaufen ist.

Von einem großen Zulauf an den Informationsständen im Herbst des Jahres informierte Jürgen Bargmann, Vorsitzender der Sozialen Liste. „Dicht umlagert“ waren vor allem die Stände zu den Gaspreisen, dem Müllzentrum in Gerthe und zum Gertrudiscenter in Wattenscheid. „Wir haben damit nach den Mühen der Gebirge die Beschwerden der Ebene gemeistert“, so Jürgen Bargmann. „Zukünftig wollen wir weiter gegen den geplanten Golfplatz in Werne, aber auch gegen die Pläne von Opel zur Ausgliederung von Belegschaftsteilen und der Ruhrkohle zur „Kommunalisierung der Altlasten des Bergbaus und Privatisierung der Gewinne durch den Börsengang“ aktiv werden.

Außerdem will sich die Soziale Liste Bochum aktiv in die Haushaltsdebatte und die Umstellung auf das „Neue Kommunale Finanzmanagement“ einbringen und plant die Durchführung von Veranstaltungen zur „Zukunft von Bochum und Wattenscheid“ und zur Verbindung von Kommunalpolitik und Gewerkschaftsarbeit.
 

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02.01.2006 – Presseinformation

 

Soziale Liste Bochum:

Öffentliche Debatte zum RuhrCongress gefordert

Die Soziale Liste Bochum fordert eine öffentliche Debatte zum RuhrCongress sowie die Erstellung eines unabhängigen Wirtschaftsgutachtens, bevor der Rat eine Entscheidung über den Kauf des Prestigeobjektes fällt.
Die Soziale Liste Bochum verweist auf die offiziell ausgewiesenen Verluste des RuhrCongress, einschließlich des von der Stadt Bochum an den Investor abzuführenden jährlichen Mindestgewinns. Allein in den Jahren 2003 und 2004 hat die Stadt rund 4,8 Mill. Euro für dieses Prestigeobjekt ausgegeben. Für 2005 werden voraussichtlich 2 bis 2,5 Mio. Euro hinzukommen ist
Die Soziale Liste Bochum lehnt den Kauf des RuhrCongress durch die Stadt Bochum ab und setzt sich stattdessen für einen geordneten Ausstieg aus diesem Millionengrab ein. Angesichts von drastischen Verlusten, hohem Zuschussbedarf und fehlender Auslastung sowie der anhaltend prekären Finanzlage der Stadt Bochum ist ein Festhalten an diesem Prestigeobjekt nicht länger zu verantworten
Hintergrundinformationen:
Trotz hoher Investitionen konnte der RuhrCongress nicht die hochgesteckten Erwartungen erfüllen, die der Rat der Stadt Bochum in der Sondersitzung am 21. 2. 2001 gesetzt hatte. Über Kritiker, die damals nicht im Rat vertreten waren, setzten sich die Fraktionen hinweg. Die Ruhrlandhalle gab man zum Abriss frei, stattdessen sollte ein Investor ein „Kongress- und Veranstaltungscenter“ bauen und die Aufwertung des Wirtschaftsstandortes Bochum herbeiführen. Dafür wurden auch erhebliche Steuergelder und öffentliche Fördermittel aufgebracht. Ein „hochprofessionelles Management“ sollte für eine volle Halle und qualitativ hochwertige Veranstaltungen sorgen.
Was Monate später folgte, war die Ernüchterung und Bestätigung der Kritik: Schon im ersten Jahr fuhr der RuhrCongress ein Defizit von über 2 Millionen Euro ein. Die Erwartungen an die Einnahmen ließen sich nicht erfüllen. Die Kosten für die Kongresshalle, u. a. für die Teleskoptribüne (in Europa gibt es nur zwei Tribünen dieser Art) explodierten. Im Management gab es Personalkämpfe (Kuchajda/Perner). Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass die Akustik der Halle für hochwertige Musikveranstaltungen (Klassik, Rock) ungeeignet ist. Immer wieder sorgten Veranstaltungsabsagen für negative Schlagzeilen. Im Sommer schloss dann noch das benachbarte Hotel „Novotel“ seine Pforten.
 

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Meldungen Dezember 2005

 

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